BIG ist ein internationales und innovatives Netzwerk aus wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Partnern (Behörden, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen), die sich mit Grenzproblematik befassen. Das Netzwerk wird von der University of Victoria (Kanada) geleitet und besteht neben Partnern aus Nordamerika aus Konsortien in allen Teilen der Welt. Die Radboud-Universität und die Euregio Rhein-Waal beteiligen sich an diesem Projekt als Partner in der deutsch-niederländischen Grenzregion.
Vor zehn Jahren organisierten diese Partner bereits ein Policy-Forum zum Thema „Borders as a creative resource“. Seitdem hat sich in Grenzregionen viel verändert. Der Schengen-Raum in der EU wurde erweitert, doch gleichzeitig haben die Flüchtlingskrise, die Coronakrise und die wieder eingeführten Grenzkontrollen unseren Blick auf die europäischen Binnengrenzen verändert. Nach einer langen Zeit, in der die Barrieren der europäischen Binnengrenzen immer weiter abgebaut wurden, vollzieht sich nun eine Kehrtwende. Auch an den Außengrenzen der Europäischen Union wird die Barrierewirkung der Grenze verstärkt, um die Kontrolle über die Migration zu verbessern. Es scheint, als hätten wir vergessen, welche Vorteile das mühelose Überqueren der Grenze mit sich bringt. Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit können beide Seiten Vorteile erzielen. In einer Zeit, in der Grenzen sichtbarer und spürbarer werden und zunehmend als Hindernis angesehen werden, ist dies relevanter denn je.
Die Entwicklungen sind Anlass, erneut über grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu sprechen. Was oft vergessen wird, ist, dass Synergie zu mehr und besseren Ergebnissen führen kann als die Summe einzelner Aktivitäten, auch bekannt als 1+1=3. Während des Policy-Forums, das bei der Euregio Rhein-Waal in Kleve (Deutschland) stattfindet, steht daher die Synergie in Grenzregionen im Mittelpunkt. Innerhalb dieses Themas werden vier Themenbereiche behandelt: Resilienz, bessere Verwaltung, Investitionen & Infrastruktur sowie nachhaltiger Wohlstand & sozialer Zusammenhalt. Der Vormittag des Policy-Forums beginnt mit einer Einführung in das Thema. Anschließend halten Gastredner aus dem In- und Ausland Keynotes zu den vier Themen. Am Nachmittag finden zwei parallele Sitzungen statt, in denen diese Themen auf interaktive Weise weiter diskutiert werden.
Die Namen der Referenten werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, ebenso wie die genauen Einzelheiten des Programms. Ab Juni ist es möglich, sich für das Policy-Forum anzumelden. Während der Präsentationen und Plenarsitzungen wird Englisch die Arbeitssprache sein. Die Teilnahme ist kostenlos.