Regierungspräsident Thomas Schürmann hat dazu einen Förderbescheid über 770.220 Euro an die Euregio Rhein-Waal übergeben. Den Bescheid nahm Andreas Kochs, Geschäftsführer der Euregio Rhein-Waal, stellvertretend für den Vorsitzenden der Euregio, Hubert Bruls, entgegen.
„Europa wird am Niederrhein jeden Tag gelebt. Tausende Menschen überqueren die Grenze, um zu arbeiten, zu studieren oder Familie und Freunde zu besuchen. Die Grenzinformationspunkte sorgen dafür, dass aus unterschiedlichen Regelungen keine unnötigen Hürden werden. Mit unserer Förderung ermöglichen wir den Menschen, die Chancen unserer Grenzregion sicher und unkompliziert zu nutzen“, sagte Regierungspräsident Thomas Schürmann.
Mit der Landesförderung wird der GrenzInfoPunkt der Euregio Rhein-Waal in Kleve bis Ende 2028 gesichert und weiterentwickelt. Insgesamt stellt das Land Nordrhein-Westfalen dafür 770.220 Euro bereit. Im Jahr 2026 fließen 265.180 Euro, in den Jahren 2027 und 2028 jeweils 252.520 Euro.
Die Beratungsstelle unterstützt Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bei Fragen rund um Arbeiten, Wohnen, Studieren oder Gründen im Nachbarland. Sie informiert unter anderem zu Sozialversicherung, Steuern, Krankenversicherung, Rentenansprüchen und arbeitsrechtlichen Regelungen. Ziel ist es, Orientierung zu geben und bürokratische Hürden abzubauen.
Die GrenzInfoPunkte entstanden ursprünglich im Rahmen eines Interreg-Projekts der Europäischen Union. Eine Evaluierung aus dem Jahr 2024 zeigte, dass die Nachfrage nach den Beratungsangeboten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Gleichzeitig sind die Fragestellungen komplexer geworden und die bisherigen Fördermittel deckten den tatsächlichen Aufwand nicht mehr ab. Die neue dreijährige Förderung trägt dieser Entwicklung Rechnung und schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Arbeit.
Im deutsch-niederländisch-belgischen Grenzgebiet gibt es insgesamt acht GrenzInformationsPunkte, vier davon in Nordrhein-Westfalen. Zwei dieser Standorte befinden sich im Regierungsbezirk Düsseldorf – in Kleve bei der Euregio Rhein-Waal und in Mönchengladbach bei der Euregio Rhein-Maas-Nord.
Quelle: Pressemitteilung Bezirksregierung Düsseldorf Grenzüberschreitendes Leben erleichtern: Regierungspräsident Thomas Schürmann übergibt Förderbescheid über 770.220 Euro für Grenzberatung in Kleve | Bezirksregierung Düsseldorf
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